Was können Sie aktiv tun?Bewusster Umgang mit Holz und Papier:Leider gelangt immer wieder Holz von illegal gefällten Regenwaldbäumen nach Deutschland. Auch aus den Heimatländern der Orang-Utans. Doch jeder Verbraucher kann alleine durch bewussten Umgang mit Holz und Papier einen wichtigen Beitrag zum Schutz ihres Lebensraumes leisten. Wer sich neue Möbel kauft, sollte darauf achten, dass diese aus einheimischen Hölzern oder Holz mit FSC-Zertifikat* hergestellt wurden. Vor allem Gartenmöbel werden häufig aus Tropenhölzern mit unklarer Herkunft gefertigt. Für alle, die ganz sicher gehen wollen, ist der Greenpeace-Ratgeber: „Holz und Wald“ zu empfehlen. Dieser kann bei Greenpeace bestellt oder einfach hier herunter geladen werden. Übrigens: Der beste Weg ist, Möbel möglichst lange zu nutzen. Wer neue benötigt, sollte zu solider Ware greifen, die eine lange Haltbarkeit garantiert. Viele Regenwaldbäume werden zu Papier weiterverarbeitet. Deshalb ist es wichtig darauf zu achten, wie es produziert wurde. Recyclingpapier stellt in den meisten Fällen die vernünftigste Wahl dar. Ob für Schule, Büro oder Zuhause, aber auch für Hygieneartikel, gibt es entsprechende Angebote. Eine gute Hilfe stellt der Blaue Engel dar. Papier, das mit ihm gekennzeichnet ist, besteht nicht nur aus 100% Recyclingpapier, sondern ist auch chlorfrei gebleicht. Alternativ kann man auch auf Papier mit dem FSC-Zertifikat* zurückgreifen. Ein guter Weg ist sparsam mit Papier umzugehen. Was ist FSC? Die Abkürzung steht für Forest Stewardship Council. Mit diesem Zertifikat wird Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft gekennzeichnet. Auch wenn es vereinzelt Schwarze Schafe unter den sich beteiligenden Holzproduzenten gibt, ist das Zertifikat zu empfehlen. Es stellt zur Zeit die einzige Möglichkeit für tropische Entwicklungsländer dar, ihren Wald nachhaltig zu bewirtschaften und das daraus gewonnene Holz entsprechend zu verkaufen.
PalmölImmer mehr Regenwald wird gerodet um Plantagen anzulegen. In Indonesien werden dann meist Ölpalmen angebaut. Ihr Öl ist vielfältig einsetzbar. Man findet es in vielen Lebensmitteln, aber auch in Waschmitteln und Kosmetika. Für den Verbraucher ist das in den seltensten Fällen ersichtlich, da als Inhaltsstoff meist einfach Pflanzenfett oder -öl angegeben wird. So kann man es praktisch kaum vermeiden Produkte mit Palmöl zu kaufen. Seit Jahren gibt es Bemühungen ein Zertifikat für nachhaltig produziertes Palmöl zu entwickeln. Leider sind dabei noch keine zufrieden stellenden Ergebnis erzielt worden. Mit der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland ist noch ein weiter Großabnehmer aufgetaucht. Die Energiewirtschaft hat die Vorteile des Palmöls schnell erkannt. So verwundert es nicht dass einige Anbieter „Grünen Strom“ aus Palmöl anbieten. Begründet wird dies damit, dass es sich um nachwachsende Pflanzen handelt, die das Klima nicht schädigen. Leider hat der deutsche Gesetzgeber bei der Schaffung des Gesetzes für erneuerbare Energien übersehen, dass das Land, auf dem die Plantage angelegt werden, zuvor entwaldet wurde. Die dabei entstehende Kohlenstoff-Emission wurde nicht beachtet. Hinzu kommt, dass große Teile des südostasiatischen Regenwaldes auf Torfsümpfen stehen, in denen enorme Mengen von Treibhausgasen gespeichert sind. Nur ein intakter Regenwald schützt diese Torfsümpfe. Verschwindet er, fallen die Sümpfe trocken und geben langsam den in ihnen gespeicherten Kohlenstoff an die Atmosphäre ab. Fängt der Torf Feuer, geht es ganz schnell. Wie groß das Problem ist, zeigt dass immer wieder Flughäfen in der Trockenzeit geschlossen werden müssen, da die Sicht durch Großbrände in trocken gelegten Torfsümpfen zu sehr eingeschränkt ist. Als Verbraucher sollt man sich darüber informieren, ob ein Energieanbieter aus Palmöl produzierten Strom liefert und gegebenenfalls wechseln.
Was kann ich noch tun?Bewusstsein für die Bedrohung der Orang-Utans sowie ihres Lebensraumes schaffen. Machen Sie Ihre Freunde und Bekannten auf die Probleme aufmerksam. Mit Petitionen an die Verantwortlichen zeigen Sie diesen, dass sie nicht unbeobachtet sind. Viele Mitglieder von Orang-Utans in Not e.V. unterstützen den Verein Rettet den Regenwald bei seinen Protestaktionen. Das ist ganz leicht, kostet kein Geld und nur sehr wenig Zeit. Wir haben uns bei folgender Internetseite registriert: www.regenwald.org Oder werden Sie selbst aktiv. Wir freuen uns über jede helfende Hand. So können Sie uns bei der Betreuung von Aktionsstände und bei der Durchführung von Bücherbasaren unterstützen. Gerne würden wir uns in der Umwelterziehung an Schulen und Kindergärten, hier in der Region, stärker engagieren. Bei all dem sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Noch konzentrieren sich unsere Aktivitäten in Deutschland auf den Raum Leipzig. Doch wir sind für alle offen. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, kontaktieren Sie uns einfach und wir suchen gemeinsam nach dem besten Weg. Als gemeinnütziger Verein sind wir natürlich auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen. Das Geld wird direkt vor Ort in Indonesien zum Schutz der Orang-Utans eingesetzt.
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