Montana – Der sanfte Riese

Montana lebt seit April 1996 in der Auffangstation. Seine Mutter wurde erschossen und dann gegessen. Er wurde verängstigt und traumatisiert in der Station abgegeben. Bei der Ankunft fand man Gewehrkugeln in seinem Körper und nahm deshalb an, dass er bei der Tötung seiner Mutter verwundet wurde und vom Baum stürzte. Seine rechte Körperhälfte ist verkrüppelt und teilweise gelähmt. Außerdem ist er auf dem linken Auge blind.

Inzwischen ist er groß und stark, hat Wangenwülste und versteht sich nicht gut mit anderen Männchen. Trotzdem ist er ein sehr sanfter Orang-Utan. Eine Auswilderung wäre aufgrund seiner Behinderung nicht möglich. Doch inzwischen lebt Montana in einem großzügigen Freigehege in der Nähe der Station gemeinsam mit drei Weibchen, die ebenfalls nicht ausgewildert werden können. Die Weibchen wurden in Thailand konfisziert, nachdem sie jahrelang in Orang-Utan-Boxkämpfen als "Nummern-Girls" auftreten mussten.

Kristen

Kristen wurde im August 1996 im Alter von etwa sieben Jahren in einem Bordell konfisziert. Seitdem wurde sie zweimal ausgewildert, kam jedoch beide Male schwanger zurück. Sie weigerte sich, ihre Kinder anzunehmen, adoptierte jedoch später einen kleinen Orang-Utan.

Kristen baut ihre Nester nicht in den Bäumen, sondern auf der Erde. Sie sucht sich ihr Futter im Dschungel nicht selber, sondern will gefüttert werden. Eine Auswilderung ist daher sehr problematisch. Kristen ist nicht nur wunderschön, sondern auch hochintelligent und verblüfft die Pfleger immer wieder aufs Neue. Es scheint sogar, dass sie die Gesellschaft von Menschen der Gesellschaft anderer Orang-Utans vorzieht. Zwar teilt sie sich ein Gehege mit Esri, doch auch sie benötigt zusätzliche Zuwendung und Beschäftigung.

Gute Nachrichten:
Kristen wurde 2011 erfolgreich ausgewildert!

Zum Seitenanfang
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok