Montana – Der sanfte Riese

Montana lebt seit April 1996 in der Auffangstation. Seine Mutter wurde erschossen und dann gegessen. Er wurde verängstigt und traumatisiert in der Station abgegeben. Bei der Ankunft fand man Gewehrkugeln in seinem Körper und nahm deshalb an, dass er bei der Tötung seiner Mutter verwundet wurde und vom Baum stürzte. Seine rechte Körperhälfte ist verkrüppelt und teilweise gelähmt. Außerdem ist er auf dem linken Auge blind.

Inzwischen ist er groß und stark, hat Wangenwülste und versteht sich nicht gut mit anderen Männchen. Trotzdem ist er ein sehr sanfter Orang-Utan, der jedoch aufgrund seiner Größe nicht mehr aus dem Gehege gelassen werden kann. Eine Auswilderung wäre aufgrund seiner Behinderung nur in einem Gebiet ohne andere Männchen möglich, vielleicht auf einer Insel, doch die muss erst noch gefunden werden ...

Esri

Esri kam im Januar 2006 im Alter von etwa 10 Jahren in die Auffangstation. Sie wurde auf der Insel Madura nördlich von Jawa gefunden. Wie sie dort hinkam, ist nicht bekannt. Mitarbeiter des Forstministeriums in Surabaya (Jawa) veranlassten die Überführung nach Pasir Panjang. Ihr linker Arm ist in Höhe des Ellbogens verstümmelt und sie sieht sehr schlecht. Auf beiden Augen wurde grauer Star diagnostiziert.

In der Auffangstation adoptierte sie einen kleinen Orang-Utan, der jedoch bald starb. Trotz ihrer Behinderung ist sie ein guter Kletterer, allerdings wusste sie bei ihrere Ankunft in der Station nicht, wie man ein Nest baut, daher kann angenommen werden, dass sie von Privatpersonen gehalten wurde.

2013 wurde Esri erfolgreich an beiden Augen operiert und kann nun wieder sehen. Aufgrund ihrer Behinderung ist eine Auswilderung jedoch schwierig. Sie benötigt daher zusätzliche Betreuung und Beschäftigung.

Kristen

Kristen wurde im August 1996 im Alter von etwa sieben Jahren in einem Bordell konfisziert. Seitdem wurde sie zweimal ausgewildert, kam jedoch beide Male schwanger zurück. Sie weigerte sich, ihre Kinder anzunehmen, adoptierte jedoch später einen kleinen Orang-Utan.

Kristen baut ihre Nester nicht in den Bäumen, sondern auf der Erde. Sie sucht sich ihr Futter im Dschungel nicht selber, sondern will gefüttert werden. Eine Auswilderung ist daher sehr problematisch. Kristen ist nicht nur wunderschön, sondern auch hochintelligent und verblüfft die Pfleger immer wieder aufs Neue. Es scheint sogar, dass sie die Gesellschaft von Menschen der Gesellschaft anderer Orang-Utans vorzieht. Zwar teilt sie sich ein Gehege mit Esri, doch auch sie benötigt zusätzliche Zuwendung und Beschäftigung.

Gute Nachrichten:
Kristen wurde 2011 erfolgreich ausgewildert!

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