Das Palmölproblem:
Verheerende Konsequenzen für Menschen, Tiere und Umwelt

Probleme durch Palmölplantagen

Leider wird für neue Ölpalmenplantagen meist Regenwald gerodet, anstatt bereits brachliegende Flächen nutzbar zu machen. Diese Praxis bringt den Konzernen zusätzlichen Profit durch den Verkauf von Tropenhölzern wie Meranti oder Ramin. Pro Jahr entstehen dabei in Indonesien 630.000 Hektar neue Plantagen zu Lasten des Regenwaldes (Quelle: Rainforest Action Network, 2014).

Mit der Rodung des Waldes verlieren nicht nur unzählige Tiere und Pflanzenarten ihren Lebensraum. Auch der einheimischen Bevölkerung wird ihre Lebensgrundlage entzogen. Landkonzessionen werden willkürlich vergeben und Anwohner zum Teil gewaltsam von ihrem Land vertrieben. Die so enteigneten Familien bleibt häufig keine andere Möglichkeit, als auf den entstehenden Plantagen zu geringem Lohn und unter schlechten Bedingungen zu arbeiten.

Abholzung des Regenwaldes in Indonesien
Transport von Früchten der Ölpalme

Palmölproduktion und -verwendung

Weltweit hat sich der Verbrauch an pflanzlichen Ölen in den letzten 30 Jahren verdreifacht, wobei der Anteil des Palmöls hierbei die größten Zuwächse zu verzeichnen hatte.

Seit 1990 hat sich die Palmölproduktion daher fast versechsfacht – die Anbaufläche zum Glück lediglich verdoppelt, da technische Verbesserungen die Ernteerrträge erhöht sowie die Verarbeitung effektiver gemacht haben. Palmöl findet sich in der Hälfte aller Supermarktprodukte, wie beispielsweise in Lebensmitteln, Kerzen, Kosmetika, aber auch in steigendem Maße in Agrokraftstoff (=Biodiesel).

In Lebensmitteln muss Palmöl seit 2014 gekennzeichnet werden. Leider ist dies bei anderen Produktgruppen nicht der Fall.

Dieses Pdf bietet eine umfangreiche Auflistung der gängigsten Inhaltstoffe, die Palmöl enthalten.

Palmöl-Plantage in Indonesien

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