Unsere Patentiere auf Sumatra

Vor ihrer Auswilderung befinden sich die Orang-Utans in der Auffangstation in Batu Mbelin in der Nähe von Medan, wo sie auf ihre Rückkehr in den Regenwald vorbereitet werden. Dies kann, je nach Alter und Zustand, einige Jahre dauern. Da es sich äußerst schwierig gestaltet, regelmäßig von bereits ausgewilderten Tieren zu berichten, stehen unsere Patentiere in der Auffangstation stellvertretend für die in Jantho ausgewilderten Tiere. Auch die Orang-Utans, die sich zurzeit noch in der Auffangstation in Batu Mbelin befinden, werden von der Finanzierung der Auswilderung und des Monitoring profitieren, wenn sie ausgewildert werden.

Otan

Otan wurde 2018 von einem Wildtierhändler auf dem Schwarzmarkt angeboten, nachdem er sich bereits einige Monate in privater Haltung befand. Glücklicherweise konnten die Behörden den Händler fassen. Otan kam zunächst in ein Tierheim, bevor er in die Auffang- und Pflegestation nach Sumatra gebracht werden konnte. Otan zeigt sich allgemein als gemütlicher, genügsamer Orang-Utan, der aber noch einiges zu lernen hat.

Otan sitzt auf dem Waldboden und schaut in die Kamera.

Brenda

Brenda wurde im März 2019 mit gerade einmal vier Monaten auf einer Farm beschlagnahmt und in die Station gebracht. Dort stellte man einen Bruch des linken Oberarms fest, der dank einer Operation jedoch restlos verheilte. Inzwischen klettert Brenda munter drauflos und ist in ihrer Gruppe eine der Neugierigsten.

Brenda hängt mit einem Arm an einem Ast und schwenkt mit der anderen einen Stock.

Krismon

Krismon ist ein ausgewachsener Orang-Utan-Mann, der schon bei seiner Ankunft in Batu Mbelin im Mai 2016 über 20 Jahre war. Da Krismon in einem Privathaushalt über Jahre in einem engen Käfig gehalten wurde, kann er nur schlecht klettern und nicht ausgewildert werden. Deshalb soll er auf eine der Inseln des Orangutan Haven umziehen, wenn diese fertiggestellt sind.

Krismon sitzt in einem Gehege.

Little Lily

Little Lily wurde im Alter von etwa 18 Monaten in der Tapanuliregion (Nord-Sumatra) aus illegaler Haltung konfisziert. Bei ihrer Ankunft in der Auffangstation Batu Mbelin war sie dehydriert und hatte eine Luftgewehrkugel in der rechten Hand. Sehr wahrscheinlich wurde ihre Mutter erschossen. Auf Menschen reagiert sie ängstlich, wenn diese ihr zu nahe kommen. In ihre Jungtiergruppe aber ist sie sehr gut integriert und lernt viel von ihren Altersgenossen.

Littly Lilly schaut nach oben in die Kamera und hat ein Blatt im Mund.

Auswilderung

Diese ehemaligen Patentiere befinden sich derzeit in einer Auswilderungsstation oder wurden bereits erfolgreich ausgewildert. In den Auswilderungsstationen erwerben sie die letzten notwendigen Fähigkeiten für ein eigenständiges Leben in Freiheit.

Molika

Molika gelangte im August 2018 in die Station von Batu Mbelin auf Sumatra, nachdem sie aus illegaler Haltung befreit worden war. Eine Wunde an ihrer Taille, wahrscheinlich von einer Kette, verheilte gut. Molika futtert mit Begeisterung alle Früchte und Gemüse, die ihr gereicht werden. Inzwischen hat sie sich gut in die Jungtiergruppe integriert und spielt begeistert mit ihren Artgenossen.

Gute Nachrichten:

Molika wurde im November 2022 in die Auswilderungsstation von Jantho gebracht und wird dort auf ein wildes Orang-Utan-Leben in Freiheit vorbereitet.

Eine Großaufnahme von Molika, sie isst gerade etwas.

Megaloman

Megaloman ist ein Orang-Utan-Junge, der im Mai 2014 aus illegaler Haltung eines Tierhändlers in der Provinz Aceh konfisziert wurde. Bei seiner Ankunft in der Station wurde sein Alter auf gerade einmal einen Monat eingeschätzt. Megaloman ist gesund und kräftig und hat sich zu einem geschickten Kletterer entwickelt.

Gute Nachrichten:

Megaloman wurde im November 2022 in die Auswilderungsstation von Jantho gebracht und wird dort auf ein wildes Orang-Utan-Leben in Freiheit vorbereitet.

Megaloman hält sich mit allen Vieren an einem Baum fest und hat einen kleinen Stock im Mund.

Bina Wana

Bina Wana bedeutet „Schützer des Waldes“ und das soll die kleine Orang-Utan-Dame einmal werden. Im Alter von nur neun Monaten wurde sie im Dezember 2014 untergewichtig, dehydriert und mit verstümmelter Nase beschlagnahmt. Inzwischen hat sich Bina Wana zu einem gesunden, lebensfrohen und selbstbewussten Orang-Utan entwickelt. Das freut uns sehr!

Gute Nachrichten:

Bina Wana wurde im Juli 2022 in die Auswilderungsstation von Jantho gebracht und wird dort auf ein wildes Orang-Utan-Leben in Freiheit vorbereitet.

Ein Bild von Bina Wana durch einige Blätter hindurch.

Gokong

Gokong wurde 2013 sehr jung im Haus eines Arztes in der Provinz Aceh beschlagnahmt, wo er illegal als Haustier gehalten worden war. Gokong ist ein kleiner Frechdachs, der es den Pflegern dadurch manchmal schwer machte, seine Jungtiergruppe zur „Waldschule“ abzuholen.

Gute Nachrichten:

Gokong wurde im Juni 2021 in die Auswilderungsstation von Jantho gebracht und wird dort auf ein wildes Orang-Utan-Leben in Freiheit vorbereitet.

Gokong sitzt in einem Käfig und schaut an der Kamera vorbei.

Siboy

Siboy wurde im April 2014 aus privater Haltung konfisziert und gelangte stark untergewichtig und dehydriert in die Auffangstation in Batu Mbelin. Der aufgeweckte Kerl wuchs zu einem jungen Mann heran, das sich gut mit allen anderen Mitgliedern seiner Gruppe vertrug.

Gute Nachrichten:

Im Juni 2021 wurde Siboy in die Auswilderungsstation von Jantho gebracht. Wenn er dort den Nestbau gemeistert hat, steht seiner Auswilderung nichts mehr im Wege.

Siboy im Übungswald.

Cece

Cece gelangte im Februar 2015 in die Auffangstation. Sie war damals etwa fünf Jahre alt. Sie war drei Jahre illegal privat als Haustier gehalten worden, bevor sie schließlich in einem Themenpark in Nordsumatra konfisziert wurde.

Gute Nachrichten:

Gerade weil Cece verspielt ist und furchtlos in die höchsten Bäume des Übungswaldes kletterte, war sie eine ideale Kandidatin, um mit einer kleinen Gruppe gleichaltriger Orang-Utans im Sommer 2019 in die große Waldschule der Danau Alo-Station am Rande des Bukit Tigapuluh Nationalparkes überzusiedeln. Dort wird sie weiter auf ihre Auswilderung vorbereitet.

Cece kletter auf einem Baum.

Seumayam

Seumayam ist ein junger wilder Orang-Utan aus dem Sumpfgebiet von Tripa. Er wurde 2012 nach 10 Tagen in Gefangenschaft konfisziert, war dehydriert und hatte Wunden von den Ketten, mit denen er gefesselt war. Sein linker Unterarm musste deshalb amputiert werden. Inzwischen geht es ihm richtig gut und er dominiert sogar die anderen jungen Orang-Utans, die mit ihm in Jantho ausgewildert wurden. 

Gute Nachrichten:

Das Monitoring-Team hat schon einige Zeit keinen Kontakt mehr zu Seumayam aufnehmen können. Er scheint ein Revier außerhalb des Überwachungsgebiets gefunden zu haben und damit beim zweiten Versuch erfolgreich ausgewildert zu sein!

Seumayam sitzt auf einem Ast und schautherunter in die Kamera.

Bahruni

Bahruni ist etwa 10 Jahre alt und wurde von Dorfbewohnern auf einer Palmölplantage gefangen. Er war am rechten Bein verletzt und musste an der Achillessehne operiert werden. Inzwischen kann er sein Bein wieder normal benutzen und seit dem Sommer 2013 lebt er im Pinus Jantho Reservat. Bahruni hält sich vor allem in den Bäumen auf und baut dort auch seine Schlafnester. Nur selten sucht er die Nähe der Auswilderungsstation. Er scheint die Zeit bei den Menschen hinter sich gelassen zu haben und wieder zu einem wilden Orang-Utan zu werden. Dies freut uns sehr!

Gute Nachrichten:

Das Monitoring-Team hatte schon länger keinen Kontakt zu Bahruni. Er scheint sein Revier außerhalb des Überwachungsgebiets gefunden zu haben und erfolgreich ausgewildert zu sein!

Bahruni sitzt auf einem dünnen Ast über einem Fluss.

Dolly

Dolly wurde als Baby neben ihrer toten Mutter im Wald gefunden und dann 3 Jahre als Haustier gehalten. In dieser Zeit war sie mit einer Kette angebunden. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum sie vor allem auf dem Boden spielte. Sie war 4 Jahre alt und in einem sehr schlechten körperlichen Zustand, als sie 2011 konfisziert wurde. Mittlerweile geht es ihr viel besser und sie hat viel Spaß am Spielen. Besonders seit Seumayam in Jantho ankam, spielt sie kaum noch auf der Erde, sondern klettert mit ihm in den Bäumen. Sie hat also gelernt, sich wie ein ganz normaler Orang-Utan zu verhalten.

Gute Nachrichten:

Dolly scheint außerhalb des Überwachungsgebiets ein neues Zuhause gefunden zu haben. Ihre Auswilderung scheint erfolgreich verlaufen zu sein!

Dolly sitzt auf einem Stein im Wald und isst eine Frucht.
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