Stellungnahme

Der WWF veröffentlichte im Juli 2016 eine Studie mit dem Titel „Auf der Ölspur – Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt“ [PDF]. Darin wird untersucht, welche Auswirkungen ein 100%iger Ersatz des in Deutschland konsumierten Palmöls durch andere pflanzliche Fette hätte. Der WWF beschränkt sich dabei auf die Argumentation der Palmöllobby hinsichtlich der Effizienz der Ölpalme. Wir teilen diesen Ansatz nicht. Mit einem reinen Flächenvergleich bleiben die Probleme unberücksichtigt, die mit dem Anbau der Ölpalme einhergehen. Neben den negativen Auswirkungen auf den tropischen Regenwald und seine Bewohner sowie auf das Weltklima sollte ein konsumkritischer Ansatz im Mittelpunkt stehen.

Warum ersetzen multinationale Konzerne hochwertige einheimische Pflanzenfette durch billiges Palmöl? Weshalb nutzen wir Ölpflanzen des globalen Südens, um unsere Autos und Flugzeuge zu betanken? Wenn die in Deutschland für den Anbau von Ölpflanzen zur Verfügung stehenden Flächen nicht ausreichen, müssen wir unser Konsumverhalten überdenken. Das bedeutet für uns den Verzicht auf Palmöl und einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Einige Arbeiter stehen vor einem mit Palmölfrüchten beladenen LKW.
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